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Billige Langstreckenflüge

Alles über billige Transatlantik- und Langstreckenflüge. Vergangenheit und Gegenwart. Ausfälle und Erfolge.

Derzeit beschränken die Billigfluggesellschaften, wie Ryanair, Easyjet, Vueling, Southwest, Frontier, Spring und viele andere, sich in der Regel auf Kurz- und Mittelstreckenflüge. Die ersten Versuche, billige interkontinentale Linienflüge anzubieten, scheiterten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aber, die Situation ändert sich vollständig.

Die Anfänge.

Ursprünglich sind die billigen Flüge in dem Langstreckenmarkt geboren. In den 1950er Jahren bot die isländische Fluggesellschaft Loftleiðir billige Transatlantikflüge, vor allem zwischen New York und Hamburg oder Luxemburg mit Zwischenstopp in Reykjavik, an. Auch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bot die britische Fluggesellschaft Laker Airways billige Flüge zwischen London Gatwick und New York unter dem Namen Skytrain an.

Die Ölkrise in den 1970er Jahren und die darauf folgende Wirtschaftskrise machten ein Ende diesen Initiativen. Loftleiðir fusionierte mit Air Iceland, um Icelandair 1979 zu bilden, während Laker Airways 1982 in Konkurs ging.

Der Erfolg der billigen Kurz- und Mittelstreckenflüge.

Am Ende des 20. Jahrhunderts veränderten die Deregulierung des kommerziellen Flugverkehrs zuerst in den Vereinigten Staaten und dann in den Rest der Welt sowie, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, die Entwicklung des Internets jedoch völlig den Flugmarkt und erlaubten sie die Geburt und die Entwicklung von Billigfluggesellschaften in der Nische der Kurz- und Mittelstreckenflüge.

Solche Flüge erfordern nicht eine breite Palette an Flugzeugen, die teuer zu verwalten ist. Sondern ermöglichen sie eine hohe Flugrotation und damit eine Verringerung der Fixkosten. Darüber hinaus haben die billigen Flüge der Billigfluggesellschaften keine Verbindungen mit anderen Flügen. Dadurch überspringen die Billigfluggesellschaften die Anschlussgebühren und erfordern sie nicht die Zusammenarbeit der großen Fluggesellschaften, die den internationalen Markt in ihre Hände halten. Und zu guter Letzt machten die Verringerung der Lohn- und Gemeinkosten sowie, in vielen Ländern, die Verwendung von billigen regionalen Flughäfen es auch möglich, die Flugpreise zu vermindern.

Die amerikanische Fluggesellschaft Southwest gilt als Pionier solcher billige Kurz- und Mittelstreckenflüge. Dem Beispiel folgten unzählige andere Fluggesellschaften. Während mehrere von ihnen scheiterten, konnten viele andere erfolgreich sich entwickeln, so dass einige von ihnen jetzt Teil der größten Fluggesellschaften der Welt sind.

Unter den vielen Billigfluggesellschaften finden Sie zum Beispiel Ryanair, Easyjet, Vueling, Wizz Air, Jet2.com und Iberia Express in Europa, Southwest, Spirit, Jetblue, Frontier, Virgin America, WestJet und Interjet in Nordamerika, Gol , Azul Airlines und VivaColombia in Südamerika, Pegasus Airlines und FlyDubai in Mittelost, Air Asia X, Lion Air, Indigo, SpiceJet, Cebu Pacific und viele andere in Asien.

Die Wiederbelebung der billigen Langstreckenflüge.

Der Erfolg der billigen Kurz- und Mittelstreckenflüge hat zwei neue Trends eingeleitet. Auf der einen Seite haben einige amerikanische Billigfluggesellschaften (Spirit Airlines, Allegiant Air und Frontier) die Low-Cost-Strategie noch weiter geschoben. Sie bieten Inlandsflüge zu extrem niedrigen Preisen mit einem minimalen Service. Aber, sie berechnen à la carte jede zusätzliche Dienstleistung wie Aufgabegepäck, Verpflegung an Bord und vieles anderes.

Auf der anderen Seite hat der Erfolg von billigen Kurz- und Mittelstreckenflüge die Gelegenheit geboten, Langstreckenflüge kostengünstig wieder zu betreiben. Nach einigen begrenzten Initiativen locken die billigen Langstreckenflüge allerdings ein wirklich wachsendes Interesse. Während die aktuellen Billigfluggesellschaften dort eine Chance finden, ihren Tätigkeitsbereich zu erweitern, wollen die anderen Fluggesellschaften auch billige Langstreckenflüge betreiben, um ihr eigenes Überleben zu sichern.

Die Möglichkeiten, die Kosten der Langstreckenflüge zu senken, sind begrenzter als die hinsichtlich Kurz- und Mittelstreckenflügen. Allerdings können einige Arten von Kosteneinsparungen wie geringere Lohn- und Gemeinkosten auch in Langstreckenfahrten durchgeführt werden. Darüber hinaus ist die Anzeige von sehr günstigen Flugpreisen vor der Berücksichtigung zusätzlicher Dienstleistungen - eine gängige Praxis der Billigfluggesellschaften - ist eine kommerzielles Lockmittel, dessen Bedeutung nicht unterschätzt werden darf.

Je nach Fluggesellschaft zeichnen vier Trends die Entwicklung der billigen Langstreckenflüge aus.

1. Diversifizierung der Billigfluggesellschaften.

Einige Billigfluggesellschaften, die seit einigen Jahren Kurz- und Mittelstreckenflüge zu niedrigen Preisen angeboten haben, haben die Initiative ergriffen, ihre Geschäfte auf Langstrecken zu erweitern.

Zum Beispiel bietet die australische Billigfluglinie Jetstar Airways derzeit billige Flüge zu Destinationen wie Japan, Myanmar und Hawaii aus Australien.

Ebenso bietet die billige Fluggesellschaft Air Asia Airline unter dem Namen Air Asia X Langstreckenflüge aus verschiedenen Flughäfen in Asien an. Zum Beispiel aus Kuala Lumpur bietet Air Asia Flüge nach dem Nahen Osten (Iran, Saudi-Arabien, und Vereinigten Arabischen Emirate) und startet Flüge nach Hawaii im Juni 2017. Air Asia endete jedoch billige Flüge nach London  in 2012.

Cebu Pacific, die Billigfluglinie der Philippinen, bietet auch billige Langstreckenflüge vor allem nach dem Nahen Osten (Doha, Dubai, Kuwait und Riad) aus Manila. Seit März 2017 hat sie Flüge nach Guam (ein Außengebiet der Vereinigten Staaten im westpazifischen Ozean) eingeführt.

Die Low-Cost-Fluggesellschaft von Singapur, Scoot, fängt Langstreckenflüge nach Athen im Juni 2017 an.

Mit Ausnahme der wenigen Fluggesellschaften, die in Abschnitt 2 hierunten angeführt werden, zeigten die europäischen Billigfluggesellschaften wenig Interesse an Langstreckenflüge. Bisher konzentrieren sie sich auf Destinationen auf dem Festland oder in den Umgebungen (z.B. die Kanarischen Inseln und Marokko für Ryanair, Vueling und Easyjet, die Türkei für Easyjet, Israel für Ryanair und Vueling). Vueling fliegt zu afrikanischen Destinationen wie Dakar und Banjul, aber nur aus Barcelona: Dies ist nicht ein Langstreckenflug.

Demnach bieten einige Billigfluggesellschaften vor allem aus Asien und Australien interkontinentale Flüge zu niedrigen Preisen, zusätzlich zu ihren Kurz- und Mittelstreckenflüge, die ihr Kerngeschäft bleiben. Der Trend wächst bemerkenswert.

Diese Langstreckenflüge sind besonders billig, wenn Passagiere kein Aufgabegepäck haben und/oder wenn sie kein Lebensmittel an Bord verlangen. Ansonsten bleiben ihre Tarife meistens etwas niedriger als die anderer Fluggesellschaften.

Es kann jedoch passieren, dass ein günstigerer All Inclusive Flug, möglicherweise mit einem Zwischenstopp, bei einer klassischen Fluggesellschaft zur Verfügung steht. Dies geschieht vor allem, wenn die Billigfluggesellschaft die einzige Fluggesellschaft ist, die Nonstop-Flüge zur gezielten Destination bietet, und damit keinen direkten Konkurrent hat. Daher lohnt es sich immer, selbst im Fall von Billigfluggesellschaftenalle verfügbaren Flüge zu vergleichen, bevor Sie Ihren Flug buchen.


 

2. Einige billige Fluggesellschaften spezialisieren sich auf Langstreckenflüge.

Einige andere die Billigfluglinien haben darauf entschieden, sich auf billige Interkontinentalflüge zu spezialisieren.

Die ersten Versuche in dieser Strategie scheiterten schnell. So bot Oasis Hong Kong Airlines mit Sitz in Hong Kong im Jahr 2005 billige Flüge zwischen Hong Kong und London Gatwick oder Vancouver. Zur gleichen Zeit bot Zoom Airlines mit Sitz in Ottawa Transatlantikflüge vor allem nach dem Vereinigten Königreich und Frankreich. Nach nur wenigen Jahren haben beide Fluggesellschaften ihre Tätigkeit eingestellt, weil sie schwere Verluste erlitten haben.

Danach weckte die Die Weltwirtschaftskrise im Jahr 2008 und in den folgenden Jahren ein erneutes Interesse für billige Langstreckenflüge. Reisende sind inzwischen auch mit solchen No-Frills-Flügen vertrauter geworden. In diesem Zusammenhang haben neue Projekte, um billige Langstreckenflüge zu betreiben, viel bessere Ergebnisse geliefert.

Norwegian - ursprünglich eine regionale norwegische Fluggesellschaft, die in den 2000er Jahren Billigflüge angegangen hat und die die schwedische Billigfluggesellschaft FlyNordic im Jahr 2007 kaufte - beschloss im Jahr 2012, sich auf Transatlantikflüge zu günstigen Preisen durch zwei Tochtergesellschaften (eine davon basierend in Irland) zu spezialisieren.

Zusätzlich zu einem norwegischen Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC - Air Operator Certificate) hat Norwegian ein AOC sowohl in Irland als auch im Vereinigten Königreich. Dies ermöglicht es Norwegian, Flüge von jedem Flughafen in der Europäischen Union zu jedem Flughafen in den Vereinigten Staaten zu bieten.

Heute betreibt Norwegian Billigflüge zu vielen Destinationen in den Vereinigten Staaten (New York, Boston, Fort Lauderdale, Orlando, Las Vegas, Los Angeles, Oakland und andere) sowie Puerto Rico aus verschiedenen europäischen Flughäfen wie London Gatwick , Paris-Charles De Gaulle, Oslo, Stockholm, Kopenhagen und andere. Zusätzlich zu diesen Transatlantikflügen bietet Norwegian billige Langstreckenflüge nach Bangkok und Dubai aus ihren Betriebsbasen in Skandinavien an.

Norwegian erweitert kräftig ihr Netz von preisgünstigen Langstreckenflügen. Im Sommer 2017 startet Norwegian Transatlantikflüge zwischen Barcelona und vier bedeutenden Flughäfen (Los Angeles, New York-Newark, Oakland und Fort Lauderdale) in den Vereinigten Staaten sowie zwischen Irland (Dublin, Shannon und Cork) oder Schottland (Edinburgh) und einigen regionalen US-Flughäfen wie Providence in Rhode Island  (etwa 100 km entfernt von Boston) und Stewart International Airport im Bundesstaat New York (etwa 100 km nördlich von Manhattan).

Die Flüge aus Dublin, Shannon und Edinburgh haben U.S. Preclearance (US- Einreisekontrollen), was bedeutet, dass US-Zollkontrollen vor der Abreise auftreten und dass der Flug bei der Ankunft als ein inländischer US-Flug gilt.

Anscheinend fliegt Norwegian nicht nur nach den bedeutendsten Reisezielen, sondern auch (um billige Angebote anzubieten) nach kleineren Flughäfen. Darüber hinaus können die Passagiere von Norwegian, die am Stewart International Airport landen, einen Bus-Shuttle-Service nutzen, um an Manhattan (1 Std. 20) zum Preis von nur 20 Dollar zu gelangen.

Norwegian plant auch eine Tochtergesellschaft in Südamerika (Argentinien) zu gründen. In Europa fordert Norwegian Ryanair zur Mitarbeit auf, um den Passagieren einer Fluggesellschaft die Möglichkeit zu geben, ihre Reise mit der anderen Fluggesellschaft fortzusetzen.

Die isländische Billigfluggesellschaft WOW Air entwickelt eine ähnliche Strategiebillige: sie stellt Transatlantikflüge zusätzlich zu den Flügen innerhalb Europas bereit. Obwohl das Angebot vor allem für den isländischen Markt konzipiert wird, ist es auch für Reisende aus etwa 20 anderen europäischen Ländern in Form von Anschlussflügen verfügbar.      

Vom Flughafen Keflavík fliegt
 WOW Air mehrere US-Städte (Boston, New York Newark, Baltimore-Washington D.C., Los Angeles, San Francisco, Miami und Pittsburgh) sowie einige andere interkontinentale Reiseziele wie Toronto, Montreal und Tel Aviv an.  Aufgrund der geografischen Lage Islands hat WOW den Vorteil, transatlantische Flüge mit für die Mittelstrecke bezeichneten Flugzeugen bieten zu können, die schneller als größere Flugzeuge gefüllt werden können.

D
ie neue französische Billigfluglinie French BlueSchwestergesellschaft von Air Caraïbes, bedient nur zwei interkontinentale touristische Ziele (Punta Cana in der Dominikanischen Republik und ab Juni 2017 Saint Denis auf der Insel Reunion im Indischen Ozean), beide vom Flughafen Paris-Orly aus.

3. Die traditionellen Fluggesellschaften begeben sich an die kostengünstigen Langstreckenflüge.

Angesichts der wachsenden Konkurrenz von Fluggesellschaften wie Norwegian und den Fluggesellschaften des Nahen Ostens haben die europäischen Großfluglinien keine andere Wahl, als auch günstige Langstreckenflüge anzubieten. Da sie einen erheblichen Marktanteil in der Nische der Kurz- und Mittelstreckenflüge verloren haben, würden sie nicht überleben, wenn sie einen ähnlichen Verlust auf dem Markt der Transatlantik- und Langstreckenflüge erleiden.

Aus kommerziellen Gründen (wie Markenauftritt) und aus Kosten-Gründen (Beschäftigung von billigeren Arbeitskräften) haben die europäischen traditionellen Fluggesellschaften entschieden, Langstreckenflüge zu niedrigen Preisen durch eine spezialisierte Tochtergesellschaft nach dem Vorbild von Jetstar Airways (Tochtergesellschaft von Qantas Airways) durchzuführen.

Im März 2017 kündigte die International Airlines Group (IAG), die sich aus der Fusion von British Airways und Iberia ergibt, die Schaffung von Level, eine Billigfluggesellschaft mit Sitz in Barcelona-El Prat.

Ab Juni 2017 bietet Level kostengünstige Flüge von Barcelona aus nach Buenos Aires in Argentinien, Punta Cana in der Dominikanischen Republik sowie nach Oakland und Los Angeles in den Vereinigten Staaten. Diese ersten Flüge werden von Flugzeugen und Besatzungen von Iberia durchgeführt. Später wird Level zusätzliche Langstreckenflüge -  inkl. von Städten in Deutschland oder Paris aus - bieten.

Wie bei Norwegian müssen die Passagiere von Level Zusatzgebühren bezahlen, wenn sie ein aufzugebendes Gepäck haben und/oder wenn eine Mahlzeit an Bord oder Zugang zum Internet wollen erhalten. Interessantes Merkmal: sie profitieren von Avios, der Vielfliegerprogramme der Gruppe, während die Billigfluglinien in der Regel keine Vielfliegerprogramme haben.

Die Billigfluglinie Vueling, die auch zu IAG gehört, ist in Barcelona ansässig, so dass Passagiere von möglichen Verbindungen zwischen den Flügen beider Fluggesellschaften in Barcelona profitieren können.

In Deutschland entwickelt Lufthansa eine ähnliche Strategie, indem sie ihre Low-Cost-Tochtergesellschaft Eurowings mit Flügen nach Miami, Orlando und Seattle in den Vereinigten Staaten, Varadero auf Kuba, Punta Cana und Puerto Plata in der Dominikanischen Republik, Port Louis auf Mauritius (Indischer Ozean), Bangkok und Phuket in Thailand, und andere Langstreckenflüge beauftragt. München und Köln sind derzeit die beiden Standorte von  Eurowings für ihre Langstreckenflüge.

Mittelfristig wird Brussels Airlines, die im Besitz des Lufthansa-Konzerns ist, vielleicht auch kostengünstige Langstreckenflüge im Auftrag von Lufthansa.

Air France verfolgt die gleiche Strategie durch die Schaffung einer neuen Tochtergesellschaft für billige Langstreckenflüge, zusätzlich zu ihren Tochtergesellschaften Hop und Transavia, die auf billige Kurz- und Mittelstreckenflüge spezialisiert sind. Zu diesem Zweck muss Air France die Zustimmung ihrer Piloten und Mitarbeiter bekommen, da die neue Tochtergesellschaft voraussichtlich billigere Besatzungen beschäftigen wird.

Die neue Tochtergesellschaft heiβt Joon (Anfangs war es geplant, es Boost zu nennen). Sie könnte im Winter 2017 in Betrieb gesetzt werden. Erstens wird sie nur Mittelstreckenflüge (z.B. nach der Türkei) anbieten. Joon wird billige Langstreckenflüge im Sommer 2018 beginnen. Ab 2020 wird Joon voraussichtlich 10 Langstrecken-Flugzeuge und 18 Mittelstrecken-Flugzeuge haben.

Was die Langstreckenflüge betrifft, wären die Bestimmungen große Geschäftstädte (wie New York) oder Urlaubsziele (wie Mauritius) und vor allem asiatische Reiseziele (wie Bangkok und Kuala Lumpur), wo Joon wettbewerbsfähiger als Air France gegenüber den Fluggesellschaften des Nahen Ostens wäre.


Mit Joon will Air France Langstreckenflüge zu niedrigen Preisen anbieten, ohne übermäßig die Geschäftstätigkeit ihrer anderen Flüge zu beeinträchtigen. In dieser Hinsicht sind die Wahl der Strecken und die Preisspanne zwischen den beiden Arten von Flügen die entscheidenden Faktoren.

Bis heute bleiben die großen amerikanischen Fluggesellschaften (United, American und Delta) gegen den Wettbewerb von kostengünstigen transatlantischen Flügen unempfindlich. Aber früher oder später werden sie reagieren müssen.

4. Charterfluggesellschaften und ähnliche Fluggesellschaften.

Eine vierte Art von Fluggesellschaften betreiben Interkontinentalflüge zu niedrigen Kosten: die Fluggesellschaften, die mit einem Reiseveranstalter verbunden sind, wie TUIfly, Condor, Thomas Cook und Thomson Airways.

Beispielsweise bedient Thomson Airways Bestimmungen wie Varadero auf Kuba, Puerto Plata, Punta Cana und La Romana in der Dominikanischen Republik, Cancun und Puerto Vallarta in Mexiko, Orlando in den Vereinigten Staaten, Liberia in Costa Rica, Goa in Indien, Colombo in Sri Lanka, Phuket in Thailand und andere ähnliche Reiseziele von Flughäfen im Vereinigten Königreich aus.

Diese Bestimmungen sind nur Urlaubsziele. In vielen Fällen haben die Passagiere das Flugticket als Teil eines Paketes erworben, das andere Dienstleistungen wie die Unterbringung umfasst. Sie sind selten bereit, ohne aufzugebendes Gepäck zu reisen. Darüber hinaus sind viele dieser Flüge nur saisonabhängig zur Verfügung gestellt. Die Tarife dieser Flüge sind auch volatiler als die der anderen Fluggesellschaften.

Insgesamt bilden die billigen Charterflüge einen bedeutenden Anteil am Luftverkehr. Sie sind jedoch weitgehend für andere Kunden als die der traditionellen Fluggesellschaften oder der Billigfluglinien geeignet.

Fazit.

Das derzeitige Interesse für billige Langstreckenflüge ist keine vergängliche Mode, sondern der Beginn einer radikalen Änderung des Luftverkehrs-Markt mit niedrigeren Flugpreisen, niedrigere Servicequalität, mehr Dienstleistungen die à la carte bezahlt werden, mehr Flüge nach und von sekundären Flughäfen, und viel schwierigere Preisvergleiche.

Es bleibt auch zu sehen, ob Reisende langfristig in der Lage sein werden, leicht Flüge unterschiedlicher Arten zu kombinieren und, wenn ja, welche zusätzlichen Änderungen ihres Verhaltens dies auslösen könnte.

Willgoto, June  2017

Update June 2017

Kürzlich kündigte Ryanair den Beginn der Verbindungen zwischen ihren Flügen. Reisende werden bald in der Lage sein, "Point to Point" Flüge bei Ryanair (d.h. einen Ryanair-Flug zu einem  Zwischenstopp-Flughafen, gefolgt von einem anderen Ryanair-Flug nach dem Endziel, ohne wieder in dem Zwischenstopp-Flughafen einzuchecken) zu buchen.

Diese Möglichkeit wird zunächst in Rom-Fiumicino und dann schrittweise in anderen Ryanair-Drehkreuzen geboten werden. Dies ist eine Neuheit im Bereich der kostengünstigen Flüge in Europa.


Gleichzeitig bestätigte Ryanair, dass sie Partnerschaftsabkommen mit anderen Fluggesellschaften, insbesondere Norwegian und Aer Lingus, unterschreiben will, um ihre Passagiere mit Langstreckenflügen zu versorgen, wie bereits in unserem obigen Artikel angekündigt. In nur einem Paket werden Passagiere von Ryanair in der Lage sein, ihre Reise mit einem Langstreckenflug von Norwegian oder Aer Lingus nach dem Endziel (oder umgekehrt) fortzusetzen, ohne wieder in dem Zwischenstopp-Flughafen einzuchecken.

Ab März 2018 wird Eurowings seine Standorte in Köln und München mit vier täglichen Flügen in beide Richtungen verbinden, um mehr Flexibilität für seinen Kunden bereitzustellen. Ab August 2017 bietet Eurowings auch zahlreiche Flüge zwischen dem Flughafen Weeze und München.

Auf diese Weise bietet Eurowings seinen Kunden eine breite Palette an Flugverbindungen nicht nur von Eurowings selbst und Lufthansa, sondern auch von den ausländischen Lufthansa-Partnern, die in München wirksam sind.

Update Juli 2017

Norwegian und WOW Air entwickeln ihrer billigen Langstreckenflüge weiter. Seit Juli 2017 bietet WOW Flüge von Keflavik nach Chicago an, was  macht es zu seinem zehnten Reiseziel auf dem amerikanischen Kontinent macht. Ab April-Mai 2018 wird WOW fünf weitere amerikanische Reiseziele (Detroit, Cleveland, Cincinnati, Dallas und Saint-Louis) bedienen. Im August 2017 beginnt Norwegian Flüge nach Denver (Colorado) und Orlando (Florida) aus Paris.

In 2018 wird die dänische Billigfluglinie Primera Air Flüge nach New York Newark und Boston von London Stansted, Birmingham und Paris CDC bieten (Tickets sind jetzt auf Verkauf).


 

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