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Das Bild der Woche (Nr. 22): Die Mekongfälle in Laos.                         Teilen

Jede Woche (eigentlich etwa 2 bis 3 Mal pro Monat) wählt Willgoto hier ein schönes Bild aus. Nach einer Unterbrechung aufgrund einer langen Auslandsreise setzen wir unsere periodische Auswahl fort. Die Mekongfälle, auch bekannt als Khone-Fälle, in Laos sind das Thema des zweiundzwanzigsten Bildes in dieser Serie. Diese Fälle gelegen im Süden von Laos nur wenige Kilometer von Kambodscha verhindern die Schifffahrt zwischen beiden Ländern. Sie bestehen eigentlich aus mehreren Wasserfällen, die völlig voneinander getrennt sind. Sie finden hierunter die Bilder von zwei von ihnen.

Khone Phapheng Fälle (Mekongfälle) in Laos
Khone Phapheng Fälle (Mekongfälle) in Süd-Laos.  Teilansicht.

Der Mekong. Mit einer Länge von 4350 km ist der Mekong der längste Fluss in Südostasien. Er entspringt in dem Himalaya und bewässert erst die Regionen Tibet und Yunnan in China vor allem durch enge Täler. Dann bildet der Fluss die Grenze zwischen Laos und Myanmar über 100 Kilometer, fließt er in das Goldene Dreieck - eine Kreuzung von drei Ländern (Laos, Myanmar, Thailand) bekannt als eines der wichtigsten Opium-produzierenden Gebiete Asiens - und danach in Laos und dann bildet er die Grenze zwischen Laos und Thailand über 850 km.

Danach durchquert der Mekong den Süden von Laos und dann Kambodscha, wo er je nach Jahreszeit das Wasser aus dem Tonle Sap (dem großen See von Kambodscha) aufnimmt oder im Gegenteil in den See flutet, eine Umkehrung, die wahrscheinlich einzigartig in der Welt ist. Kurz danach teilt der Fluss sich in zwei Teile, den Bassac im Westen und den Mekong im Osten. Beide Flüsse bilden ein weites und fruchtbares Delta, das sich südlich von Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam erstreckt.

Außerhalb Chinas ist der Mekong oft sehr breit, jedoch nicht immer sehr tief in trockenen Zeiten. Er spielt eine wichtige Rolle in der Wirtschaft der fünf Länder, die er bewässert, insbesondere in Hinblick, auf Verkehr, Reisanbau und Fischerei. Er strömt durch die Hauptstädte von zwei Ländern, Vientiane und Phnom Penh. Der Lebensunterhalt von etwa 90 Millionen Menschen sollte vom Fluss abhängen.

Auf dem Fluss sind mehrere Wasserkraftanlagen in China in Betrieb und mehrere andere sind in diesem Land sowie in Kambodscha und Laos im Projekt. Es ist auch geplant, die Schiffbarkeit des Mekong zwischen Yunnan in China und Luang Prabang in Laos über tausend Kilometern zu verbessern. Mehrere Freundschaftsbrücken überspannen den Mekong, um Laos mit seinen Nachbarländern zu verbinden: eine mit Myanmar, vier mit Thailand und drei weitere im Bau oder in Projekt auch mit Thailand.

Somphamit-Fälle (Li Phi Fälle) auf dem Mekong
Somphamit-Fälle (Li Phi Fälle) auf dem Mekong-Fluss im Süden von Laos. Teilansicht.

Die Mekongfälle. In Laos im südlichen Teil der Provinz Champasak durchquert der Mekong widerstandsfähige Felsen und fließt er zwischen zahlreichen Inseln und Inselchen, daher der Name Si Phan Don, d. h. 4000 Inseln, der dieser Region gegeben wird. Die Hälfte dieser Inseln wird überspült, wenn der Mekong in Hochwasser ist. Südlich vom diesem Binnendelta nur wenige Kilometer von der kambodschanischen Grenze entfernt erlebt jeder der Arme des Mekong Stromschnellen und Fälle, so dass keiner von ihnen schiffbar ist.

Das Ganze dieser Fälle und Stromschnellen ist bekannt als Khone-Fälle (oder Mekongfälle), im Volksmund auch als Mekong Niagara. Von Osten nach Westen bestehen die Mekongfälle aus den Khone Phapheng Wasserfällen (den größten der Mekongfälle), den Tad Pho Stromschnellen, den Xang Pheu Stromschnellen, den Khone Pa Soy Stromschnellen, den Somphamit-Wasserfällen (auch bekannt als Li Phi Kaskaden) und den Salaphae-Wasserfällen.

Das Ganze erstreckt sich über eine Breite von zehn Kilometern und gilt als die breitesten Wasserfälle der Welt. Anhand der Abflussmenge, die eigentlich stark je nach Jahreszeit variiert, gehören die Mekongfälle zu den fünf wichtigsten Wasserfällen der Welt. Ihre Abflussmenge ist fünfmal größer als die der Niagarafälle in Amerika. Die Höhe der Mekongfälle ist jedoch eher klein. Die höchste Fallhöhe ist auf 21 Meter begrenzt.

Irrawaddy Delfine, eine vom Aussterben bedrohte Tierart, können manchmal vor den 4000 Inseln angesehen werden.

Am Ende des 19. Jahrhunderts bauten die Franzosen eine Eisenbahnstrecke auf zwei nahe gelegenen Inseln, Don Khone und Don Det, die sie durch eine Brücke verbanden, um unter anderem zwei schwere Kanonen über dem Fluss jenseits der Wasserfälle zu transportieren. Später führten der Bau einer Straße, die die Mekongfälle vollständig umgeht, und danach die japanische Besetzung während des Zweiten Weltkriegs zur Aufgabe dieser Eisenbahnlinie. Nur einige Überreste der Linie bleiben. In der Zwischenzeit wurde die Brücke zwischen den beiden Nachbarinseln für den Verkehr freigegeben.

In Laos ist der höchste Wasserfall die Tad Fane Wasserfälle: sie werden von zwei Flüssen gebildet, die über 213 m abfallen und sich in Schluchten treffen. Sie befinden sich auf dem Bolaven-Plateau (Provinz Champasak), das für seine Kaffeeproduktion bekannt ist. Der malerischste Wasserfall, auf jeden Fall der, der die meisten Touristen in Laos anzieht, ist jedoch der Kuang Si Wasserfall, gelegen etwa 30 Kilometer südlich von Luang Prabang im Norden von Laos.

Vielleicht möchten Sie auch diese schönen Bilder aus Wasserfällen in Laos sehen:

  
Khone Phapheng Wasserfälle

  
Somphamit Wasserfälle

 
Tad Fane Wasserfälle

 
Kuang Si Wasserfall


Der Autor des Fotos: Alle obigen Fotos gehören zu Willgoto.

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Die Mekongfälle gelegen im Süden von Laos nur wenige Kilometer von Kambodscha verhindern die Schifffahrt zwischen beiden Ländern. Sie bestehen eigentlich aus mehreren Wasserfällen, die völlig voneinander getrennt sind.